Orchesterregeln von J.W. Swing

Wenn es bei Musikern ums üben geht, wird schnell deutlich, dass jeder seinen eigenen Schweinehund besitzt, den es zu überwinden gilt. Netflix, treffen mit Freunden, Kaffee trinken oder was auch immer. Viele Musiker spielen in Ensembles oder Orchestern, auch hier gibt es so die ein oder andere Kommunikationsschwierigkeit, wenn es darum geht, was wann und wie und zu welchem Zeitpunkt gespielt werden muss. J. W. Swing hat sich die Mühe gemacht, eine Liste mit den Goldenen Regeln fürs Orchesterspiel zusammenzustellen, wobei auch einige Ankedoten enthalten sind. Diese Liste haben wir für euch einmal aus dem Englischen ins salinische übersetzt.

  1. Jeder Musiker sollte das gleiche Stück spielen
  2. An jedem Wiederholungszeichen wird aufgehört, um zu besprechen, ob diese Wiederholung gemacht werden soll, oder nicht. Dieses gilt auch bei Konzerten, die Zuschauer lieben es!!!
  3. Wenn Du einen falschen Ton spielst, schau einfach einen deiner Nachbarn genervt an, als hätten sie den falschen Ton gespielt.
  4. Behalte immer eine Grifftabelle/Zugtabelle bereit, so kannst du deinen Mitspielern in Sachen falschen Tönen immer einen Schritt voraus sein.
  5. Stimme dein Instrument sorgfältig bevor du mit spielen beginnst, so kannst du immer sagen, du hast vorher gestimmt, auch wenn es schräg ist. Es ist also nicht deine Schuld dann, naja vielleicht doch.
  6. Lass Dir Zeit zum Umblättern der Seiten.
  7. GANZ WICHTIG!!! Die richtige Note zur falschen Zeit ist auch eine falsche Note, und umgekehrt.
  8. Wenn alle raus sind ausser Du selbst, dann folge am besten denen die raus sind.
  9. Versuche immer die meisten Noten in einer Sekunde zu spielen, so wirst du zum Meister der Inkompetenz im Notenlesen gekürt.
  10. Es ist nicht nötig, Wiederholungszeichen, Dynamikangaben und weitere Angaben zu markieren, die Markierungen werden sowieso nicht beachtet und außerdem sind sie nur dazu da, um das Notenbild zu schmücken. Spart also lieber die Tinte.
  11. Wenn eine Stelle zu schwer ist, spiel sie einfach langsam, egal was die anderen machen, wenn sie zu leicht ist, spiel sie schneller. Am Ende regelt sich alles von allein.
  12. Wenn Du komplett herausgekommen bist, steh auf, bring die anderen dazu aufzuhören und sag „Ich glaube wir sollten stimmen“, danach geht es sicher besser.
  13. Die glücklichsten Musiker sind die, deren Tonhöhe nicht perfekt ist, denen gehört das Reich der Musik, auch schrammende Töne sind erlaubt.
  14. Wenn alle deinetwegen aufhören müssen, erkläre einfach ganz ausführlich, wo dein Problem lag, es wird die anderen mit Sicherheit sehr [eigentlich gar nicht] interessieren, sie werden dich lieben.
  15. Ein Musikstück ist erst richtig interpretiert, wenn keine Note dem Original entspricht, Interpretationsspielraum eben.
  16. Wenn alle schon fertig sind mit dem Stück, dann solltest du es vermeiden deine übrigen Noten noch zu spielen, tu einfach so, als wärst du auch am Ende gewesen.
  17. Eine falsche Note zaghaft gespielt ist eine falsche Note. Wenn du schon eine falsche Note spielst, spiele sie mit Inbrunst und es ist eine Interpretation. „Wenn falsch dann laut“ [Zitat Bootsmann]

    Vielleicht findet sich der ein oder andere von euch beim Lesen dieser Liste ja wieder, wir finden sie in jedem Fall sehr amüsant und hatten den ein oder anderen Musiker unseres Orchesters vor Augen.