Vereinfachte Fassung

Around the World in 80 Days - Noten für Blasorchester

Around the World in 80 Days Cover

Komponist: Otto M. Schwarz
Arrangeur: Original
Grad: Mittelschwer
Spielzeit: 06:05 min
Bei Salinia seit: 6.9.2017

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Inhalt Around the World in 80 Days
Allgemeine Infos
Spielbarkeit

Informationen zu Around the World in 80 Days

In 80 Tagen um die Welt! Der ideale Titel für alle Weltreise, Reise durch die Welt, Musik anderer Länder Programme, die es ja so häufig gibt. Das Thema ist ja so beliebt wie es ausgenudelt ist. Es hat aber auch seine Daseinsberechtigung. Der Umgang mit der Musik anderer Kulturen ist ein großer Aspekt bei der Programmauswahl in einem Blasorchester.

Die vorliegende Fassung des Stücks ist im Gegensatz zum Original stark vereinfacht und etwas gekürzt. Natürlich ist es mit dem Original nicht vergleichbar, aber für Mittelstufen Orchester eine gute Möglichkeit dieses tolle Stück zu spielen. In 80 Tagen um die Welt beschäftigt sich mit den Abenteuern von Phileas Fogg rund um den Roman "Reise um die Erde in 80 Tagen" von Jules Verne. Wenn man den Roman, den Film oder die Serie kennt dann ist es schon erstaunlich, wie gut Otto M. Schwarz die Szenerie einfangen konnte. Der grandiose Einstieg rund um die Glockenschläge des Big Ben, die rasante Fahrt mit der Dampflok eingeflochtene Marsaillaise. Alles passt wunderschön ins Bild das vor dem geistigen Auge abläuft. Die orientalischen Themen sind teilweise so episch das man regelrecht enttäuscht ist das die Zugfahrt wieder weitergeht. Doch sie wird abrupt in Indien von den kreuzenden Elefanten gestoppt. Der Ritt auf den Elefanten in Richtung Fernost führt das Publikum dann nach Amerika wo Cowboys und Indianer sich einen erbitterten Kampf liefern bis hin nach New York. Ein Dampfschiff führt unsere Helden dann zurück nach England wo die Wette verloren scheint und das Xylophon die tickende Uhr symbolisiert ehe das Eingangsthema wiederkehrt und am Ende doch alles gut ist.

Das Werk ist definitiv ein nicht mehr wegzudenkendes Stück Blasmusikgeschichte. Einer der großen Klassiker für sinfonisches Blasorchester. Otto M. Schwarz unterstreicht einmal mehr seine Position in der Reihe der großen Blasmusikkomponisten. Mit Werken wie "The Story ov Anne Frank" oder "The Wall" zeigt er seine kreative Vielseitigkeit, Around the World in 80 Days macht seine Musik auch für ein breites Publikum zugänglich und dient für viele Orchester als Einstiegswerk für seine ernsteren Werke. Die Original Fassung ist in der Oberstufe angesiedelt und mit ca. 10 Minuten gut 4 Minuten länger als die vereinfachte Version. Es ist toll das es diese einfachere Version gibt, so können auch Jugendblasorchester und kleinere Mittelstufen Orchester diese tolle Musik spielen. Das motiviert die Musiker sich noch ein bisschen mehr ins Zeug zu legen um eventuell auch mal einen größeren Sprung zu machen und eines Tages auch die schwierigeren Werke zu meistern. Es sollte wirklich mehr dieser einfacheren Fassungen geben. Transcendent Journey von Rossano Galante z.B. oder Traveller von David Maslanka. Es gibt viele tolle Originalwerke die sich auch in der einfachen Fassung gut verkaufen würde, die Gefahr der Verwässerung des Originals ist doch eher gering denn so groß ist das Publikum der kleinen Unter und Mittelstufenorchester nicht um da Verwechslungsgefahren entstehen zu lassen.

Spielbarkeit

Die uns vorliegende vereinfachte Version geht wirklich gut von der Hand, die Tonhöhen sind in allen Registern moderat gehalten und gut für Mittelstufenorchester zu schaffen. Man übt sich an dem Stück nicht tot, bekommt aber auch Material um sich mit den speziellen Eigenheiten der sinfonischen Blasmusik zu befassen und Elemente die diese Musik prägen, kennen zu lernen und heraus zu arbeiten. Eine volle Besetzung ist auch nicht notwendig, Stichnoten sind bei allen Solis vorgegeben so daß eine fehlende Oboe zwar das Klangbild aber nicht den Sinn der Musik verändert. Das Schlagwerk verlangt zwingend ein Xylophon, aber auch hier kann man sich durchaus mit einem Keyboard behelfen. Man muss halt einfach verstehen das es nicht das Original ist, man sollte es als Anreiz für die Musiker verstehen diese Art von Musik kennen zu lernen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Dafür ist die vereinfachte Version von "In 80 Tagen um die Welt" gerade zu prädestiniert. Es dient sozusagen als Eintiegsdroge in die große weite Welt der sinfonischen Blasmusik, es vermittel Spielfreude pur, die Musiker hängen sich richtig rein und schaffen Anreiz auch mal andere Werke zu spielen. Z.B. Adventure von Markus Götz, Kompositionen für Mittelstufe von Jacob de Haan oder Bert Appermont, leichte Werke von Rossano Gallante oder Philip Sparke.