Johann Gottfried Piefke

Informationen und Werkauswahl zum Komponisten/Arrangeur Johann Gottfried Piefke

Das Blasorchester Salinia hat folgende Werke von Johann Gottfried Piefke im Repertoire

Kompositionen von Johann Gottfried Piefke

Preußens Gloria

Informationen zum Komponisten Johann Gottfried Piefke

<p>Johann Gottfried Piefke war im 18. Jahrhundert ein bekannter Milit&auml;rmusiker und Komponist. Aus seiner Feder stammen M&auml;rsche zu Geschichtstr&auml;chtigen Schlachten wie <a title="Weitere Informationen zu Preussens Gloria" href="http://www.salinia.de/noten/preussens-gloria.html">Preussens Gloria</a>, K&ouml;nigsgr&auml;tzer Marsch oder D&uuml;ppeler Schanzen-Marsch. Er trug zur Verbreitung des Spitznamens "Piefkes" f&uuml;r alle Preu&szlig;en bei, und erhielt den eigens f&uuml;r ihn geschaffenen Titel "Director der gesamten Musikch&ouml;re des III. Armeekorps".<br /><br />Piefke wurde am 9. September in Schwerin geboren. Kurz nach seiner Geburt &uuml;bersiedelte die Familie nach Zielenzig (heute Sulecin in Polen), wo sein Vater eine Anstellung als Organist und Stadtmusikus fand.</p> <h4>Milit&auml;rzeit</h4> <p>1835 begann Gottfried Piefke seinen Milit&auml;rdienst als Hoboist (Musiker bei der Infanterie oder Marine) beim Leibgrenadier-Regiment Nr. 8 in Frankfurt (Oder). Danach studierte er an der Hochschule f&uuml;r Musik in Berlin und kehrt als Stabshoboist zu seinem Regiment zur&uuml;ck. Im Jahr 1859 wurde im der Titel "K&ouml;niglicher Musikmeister" verliehen. Im Jahr 1865 erhielt Piefke den f&uuml;r Ihn geschaffenen Titel "Director der gesamten Musikch&ouml;re der III. Armeekorps". In den Jahren 1864 - 1871&nbsp; war Piefke mit seinen Musiker in verschiedene Schlachten und Kriege involviert. Hierbei enstanden seine ber&uuml;hmten Werke, D&uuml;ppeler Schanzen-Marsch, K&ouml;nigsgr&auml;tzer Marsch und Preussens Gloria.<br /></p> <h4>Lebensende</h4> <p>Nach Ende der Kriegsjahre kehrte er nach Frankfurt(Oder) zur&uuml;ck. Er befasste sich stark mit der klassischen Musik und gab zahlreiche Konzerte auf verschiedenen B&uuml;hnen seiner Heimatstadt. Piefke starb 1884 im Alter von 69 Jahren und wurde mit allen milit&auml;rischen Ehren und unter gro&szlig;er Anteilnahme der Bev&ouml;lkerung auf dem Alten Friedhof bestattet. Das Grab ist leider nicht erhalten. In G&auml;nserndorf wurde dem Milit&auml;rmusiker im Jahr 2009 ein Denkmal gesetzt. Diese Aktion sollte wieder an Piefkes Leistungen als Musiker und Komponist erinnern und nicht an die Namensgebung f&uuml;r ein vielleicht liebgemeintes Schimpfwort.</p> <h4>Die Piefkes</h4> <p>Als Piefke bezeichneten die &Ouml;stereicher die Preussen nach der schmachvollen Niederlage bei K&ouml;nigsgr&auml;tz. Nach der vernichtenden Niederlage der &ouml;sterreichschen und s&auml;chsischen Armee wurde f&uuml;r die siegreichen preu&szlig;ischen Truppen eine gro&szlig;e Parade abgehalten. An die 60.000 Soldaten namen an dieser Siegesparade teil und Johann Gottfried Piefke leitete die musikalische Begleitung. Die Milit&auml;rmusik unter seiner F&uuml;hrung genoss in den L&auml;ndern der Donaumonarchie ein solch gro&szlig;es Ansehen dass die ankommenden Musiker mit dem Ruf "Die Piefkes kommen" angek&uuml;ndigt wurden. Tats&auml;chlich gibt es jedoch mehrere Theorien wie der Ausspruch "Piefke" entstanden ist. Fakt ist jedoch das Johann Gottfried Piefke ma&szlig;geblich zur Verbreitung dieses Spitznamens beigetragen hat.<br /></p> <h4>D&uuml;ppeler Schanzen-Marsch (im Original D&uuml;ppeler Schanzen-Sturmmarsch)</h4> <p>Im deutsch-d&auml;nischen Krieg soll Piefke laut &Uuml;berlieferungen mit dem Degen in der Hand seine Kapelle dirigierend zum Sturm geblasen haben. Unter anderem wurde dabei auch dieser Marsch gespielt. Eine weitere Legende berichtet das w&auml;hrend des Sturmmasches eine Kanonenkugel dem Dirigenten den Taktstock aus der Hand riss, woraufhin der mit dem Degen weiter dirigierte. Diese Legende wurde nach der Schlacht im D&uuml;ppeler Sturmmarsch verarbeitet bei dem mitten im Spiel pl&ouml;tzlich ein Paukenschlag das Lied unterbricht. Der Paukenschlag soll den Einschlag der Kanonenkugel darstellen.</p> <h4>K&ouml;niggr&auml;tzer Marsch</h4> <p>Der K&ouml;niggr&auml;tzer Marsch wurde w&auml;hrend oder direkt nach der Schlacht von K&ouml;niggr&auml;tz komponiert. Die beiden Motive beschreiben zuerst die unentschiedene Schlacht und dann das f&uuml;r die Gegner &uuml;berraschende Eintreffen der preu&szlig;ischen Verst&auml;rkung. Als Trio w&auml;hlte Piefke den Hohenfriedberger Marsch um an fr&uuml;here Siege &uuml;ber &Ouml;stereich zu erinnern. Sp&auml;ter schuf er eine zweite Fassung mit anderem Trio die aber keinerlei nennenswerte Bedeutung hatte. In Deutschland geh&ouml;rt der K&ouml;niggr&auml;tzer zu den bekanntesten Milit&auml;rm&auml;rschen und wird h&auml;ufig bei offiziellen Anl&auml;ssen gespielt, wobei er in &Ouml;stereich verst&auml;ndlicherweise nicht so gern geh&ouml;rt wird.</p> <h4>Preussens Gloria</h4> <p>Der Marsch <a title="Weitere Informationen zu Preussens Gloria" href="http://www.salinia.de/noten/preussens-gloria.html">Preussens Gloria</a> entstand im Jahr 1871 nach dem Sieg Preu&szlig;ens &uuml;ber Frankreich im deutsch-franz&ouml;sischen Krieg und wurde bei der Siegesparade der zur&uuml;ckgekehrten Truppen uraufgef&uuml;hrt. Heute ist Preu&szlig;ens Gloria der wohl popul&auml;rste Heeresmarsch der Bundeswehr und wird h&auml;ufig zu offiziellen Anl&auml;ssen und Staatsbesuchen aufgef&uuml;hrt. Auch viele ausl&auml;ndische Milit&auml;rmusiken und Laienblasorchester haben den Marsch im Repertoire.</p>

Werke (Auszug)

Kompositionen

Preußens Gloria


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