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Wer übt, betrügt!

Wer übt, betrügt!
Verhaltensregeln für Musiker

Ein paar Anhaltspunkte wie man sich als Musiker standesgemäß verhält. Die Regeln gelten genauso für die Nichtmusiker.

Verhaltensregeln für Blasmusiker

Wer übt, betrügt. Orchesterproben sind nur für musikalische Nieten und Du kannst sowieso alles besser als alle anderen. Solltest Du doch mal zur Probe erscheinen, dann komme wenigstens zu spät (alle großen Künstler kommen zu spät), das zeigt Deine Genialität und hebt dich vom gewöhnlichen Orchestervolk hervor.

Der musikalische Leiter ist ein Idiot, Du brauchst nicht auf seine Anweisungen zu achten. Der berühmte Dirigent "Herr von und zu so und so" hat das auch genau andersherum erklärt. Mache die anderen auf jede abweichende Interpretation sofort lautstark aufmerksam.

Das Auf- und Abbauen des Schlagzeugs sowie das Aufräumen der Bühne ist ein Job für Streber und Aktionisten, man kommt dann auch leicht zu spät zum Bier trinken. Lass das lieber die machen die sowieso schon ihre gesamte Freizeit in das Orchester stecken.

Spiele immer so laut wie möglich, denn Deine Stimme ist die beste, außerdem hat dein Instrument viel Geld gekostet und deshalb soll es auch jeder hören. Wenn alle anderen die Dynamik einhalten, versuche den Rest des Orchesters mit einem möglichst "Fanfarenzug-artigen" Ton zu beeindrucken. Pausen sind eine gute Chance auf Deinen vollkommenen Ton und das neue Instrument aufmerksam zu machen.

Sollten bei neuen Noten irgendwelche unvorhersehbare Schwierigkeiten auftauchen dann suche die Schuld zuerst beim Arrangeur, danach beim musikalischen Leiter, dann beim Instrument und zum Schluß beim lieben Gott, aber nie bei Dir selbst.

Mach Dir keine Mühe mit unbequemen Noten, irgendjemand wird sie schon spielen, und wenn nicht dann schieb die Schuld auf den musikalischen Leiter. Versuche möglichst nur die Noten zu spielen die Dir keinerlei Mühe machen und achte ja nicht auf die Artikulation, denn das Lob für ein gut vorgetragenes Konzertstück kriegst Du sowieso nicht.

Die Orchesterprobe ist ein Anlass der Geselligkeit und der Kommunikation. Versäume daher keine Gelegenheit, Dich mit Deinen beiden Nachbarn abwechselnd zu unterhalten. Das belebt die ohnehin langweiligen Orchesterproben und der musikalische Leiter kann sich viel besser auf die anderen konzentrieren, überhaupt ist der sowieso eine Niete wenn er sich dadurch stören lässt. Es kann auch niemand von Dir erwarten für Dein Handeln selbst verantwortlich zu sein, Musiker sind schließlich Künstler.

Notenbücher leben länger wenn man sie knickt, rollt, fallen lässt und ab und zu damit jemanden schlägt. Besprenge sie regelmäßig mit Bier, Cola oder anderen alkoholischen Flüssigkeiten damit sie nicht austrocknen oder von der Witterung angegriffen werden. Für die Vollständigkeit und Lesbarkeit der Noten bist Du eh nicht zuständig, sondern der Verein. Ordne die Stücke ja nicht nach den vorgegebenen Nummern denn nur das Genie beherrscht das Chaos.

Du bist der genialste aller Musiker und es ist ein besonderes Entgegenkommen deinerseits das du in diesem Orchester mitspielst. Du spielst sowieso nur mit, weil das Antwortschreiben vom London Symphony Sound Orchestra noch nicht eingetroffen ist. Für das Orchester ist es eine Ehre das Du aufgetaucht bist und es mit Deinem einzigartigen Spiel aus der Krise gezogen hast. Diese Haltung hebt Dich über alle anderen hinweg und zeigt, dass Du ein beliebter und idealer Orchestermusiker bist.

Übernimm ja keine Pflichten innerhalb des Orchesters, überlege lieber wie man die anfallenden Arbeiten unter den amtierenden Vorstandmitgiedern besser verteilen kann.

Niemals üben, denn regelmäßiges üben macht den Ansatz kaputt.


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