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Sülze hat wieder einen König
Jürgen "Charly" Hartung holt die Scheibe für seinen Vater
Die kaiserlichen Jahre sind gezählt und nach Holger Wendlandts 2jähriger Legislaturperiode setzt sich mit Jürgen "Charly" Hartung dem traditionsbewußten ein neuer König auf den Thron, mit einem Teiler um die 66 wies er damit seinen schärfsten Konkurrenten Erich Hufenbach klar in die Schranken und auch Holger der Kaiser himself konnte mit 3 zusätzlichen Schüssen nichts entgegen setzen. Die "Kraft der Scheibe" könnte man das nennen, denn auf der Königsscheibe ist das Elternhaus von Jürgen abgebildet, und da wurde Sie natürlich auch angebracht. Schade nur das die Spannung am Freitag bei der Proklamation quasi auf dem Nullpunkt war, denn irgendwie scheint ein bisschen was durchgesickert zu sein und wenn man es genau nimmt wusste doch jeder schon vorher was passiert. Ein bisschen mehr Diskretion wäre hier beim nächsten Mal nicht schlecht.
Bereits am Donnerstag ermittelten die Kinder ihren eigenen König. Der Nachbar des Blasorchesters "Dennis Brase" hat sich hier mit einem tollen Schuß die Krone ergattert und geht bei uns als erster Kinderkönig der uns ein Bier ausgegeben hat in die Geschichte ein. Am Abend traf sich das Blasorchester Salinia dann, aufgrund eines Trauerfalls in der Familie des eigentlich eingeplanten Gastgeber, am Übungsraum um sich ein bisschen auf das Schützenfest einzustimmen. Der Spielmannszug war so nett und schaute auch noch kurz vorbei und beim gemeinsamen Spiel wusste dann auch die gesamte Nachbarschaft, jetzt ist Schützenfest.
Freitag mussten wir diesmal etwas früher aufstehen (so früh das der Kanonenzug mich beim Schnittlauch holen um ein Haar aus der Unterhose geschossen hätte) denn schließlich hatten wir dem 2. Schützenzug im letzten Jahr die Marschbegleitung zugesagt. Das heißt wir mussten vorher noch die Bühne vorbereiten um dann den 1. und den 2. Zug abzuholen und zum Zelt zu geleiten. Das Frühstück und auch das Königsschießen unter den Eichen waren geprägt durch das gute Wetter und alle feierten ausgelassen bis zur Proklamation. Auch für Salinia immer wieder eine spannende Sache denn seit Jahren schon versucht unser Tubist „Erich Hufenbach“ die Königswürde zu erringen und ist dieses Mal sogar 1. Begleiter geworden. Ob er diese Leistung im nächsten Jahr noch mal toppen kann bleibt fraglich aber wir drücken schon mal die Daumen. Auch beim Jugendkönig hatten wir einige Vertreter im Rennen, Lena Paul wollte unbedingt die Scheibe zum Übungsraum holen doch irgendwie kam Sie über eine 9 nicht hinaus, naja vielleicht nächstes Jahr, und dann war da ja auch noch Claas er traf auch die 10, wurde aber „nur“ Scheibenträger, schon wieder. Somit ist er ja Scheibenträgerkaiser oder sowas ähnliches. Wir haben uns jetzt gefragt was wohl passiert wenn er nächstes Jahr wieder Scheibenträger wird? Darf er die Scheibe dann behalten? Jugendkönigin wurde Lana Stallmann, der Teiler ist mir gerad entfallen. Damenbeste wurde die designierte und dann doch wieder eingesetzte Zugführerin der Damengruppe Anke Buhr.
Den Samstag verbrachten wir also beim Kinderkönig bei bestestem Wetter, es war schon fast zu heiß, und der Nachmittag wurde mit Strafbiertrinken totgeschlagen. Gegen Abend dann teilte sich das Blasorchester erstmals auf und spielte sowohl auf dem Weinzelt als auch bei den Schützendamen im Festzelt.
Am Sonntag vertrieben wir uns die Zeit in dem wir ein paar Mal durch die Buhrnstraße marschierten. Naja, Spass beiseite, es ging wohl nicht anders, dafür war der Kuchen dann umso leckerer. Nur gut dass unser Bäcker besser Kuchen backen kann als Pauke spielen. Nach der beherzten Einlage vom illegalen Orchester im Orchester „MTB“ die diesmal das „Rote Pferd“ mit einem Auto gekreuzt haben, ging es dann auch schon wieder auf das Festzelt wo dann nach dem Abmarsch der Fahnenabordnung das große Rätselraten begann. Kommt die Band oder kommt Sie nicht. Nach vielem hin und her und dem Aufbau einer Ersatzanlage die dann wieder abgebaut werden konnte da die Band doch noch kam konnten die „Schützenschwestern freuet Euch“ ihre Tanzdarbietung planmäßig ausführen und das war auch gut so, denn die Stimmen im Volk waren eindeutig „Das beste was Sie je gemacht haben“. Ende gut alles gut ich bin froh das ich nicht nach Polen geflüchtet bin und dem Schützenfest 2008 in Sülze beiwohnen durfte, und freu mich schon auf das nächste Jahr.
Fotos sind leider noch nicht eingegangen werden aber bestimmt bald folgen.