Grönemeyer Medley für Blasorchester
Prägnantes abwechslungsreiches Medley oder überflüssige Platzverschwendung

GrönemeyerKomponist: Herbert Grönemeyer
Arrangeur: Wolfgang Wössner
Verlag: DeHaske
Preis: 104,95 Euro bei Musiknoten Lindner

Wolfgang Wössner hat sich die Hits von Herbert Grönemeyer angehört und meinte wohl es wäre eine gute Idee diese in einem Medley für Blasorchester unterzubringen. Das mittelschwere fast 8 Minuten lange Medley ist im DeHaske Verlag erschienen und enthält die Titel Männer, Mensch, Flugzeug im Bauch und Mambo.

Das Medley beginnt sehr vielversprechend und flott mit dem Megahit Männer. Leider springt der Funke überhaupt nicht über, schon der erste Titel  im Medley wirkt schnell langweilig und das ist nichtmal Wolfgang Wössner's Schuld, das Songmaterial gibt es einfach nicht her. Besonders auffällig macht sich dieser Umstand bei der Adaption von "Mensch" bemerkbar. Selbst als ausgemachter Grönemeyer Fan fällt es schwer das Lied als solches überhaupt zu erkennen, das allgemeinübliche Blasorchester Publikum wird damit wahrscheinlich noch größere Probleme haben.

Nach dem ernüchternden Mensch wird's noch schlimmer. Flugzeuge in meinem Bauch, es fällt den meisten schon schwer dieses Lied zu pfeifen, Wolfgang Wössner hat durch seine tolle Instrumentierung zwar eine wunderschöne Begleitung geschaffen, doch auch das kann die eintönige und wenig abwechslungsreiche Melodie nicht als Ballade verkaufen. Einzig und allein das Lied Mambo macht einen glaubwürdigen Eindruck und Wolfgang Wössner wäre besser beraten dieses Lied als Einzeltitel zu arrangieren, dem Rest des Medleys ist nicht zu helfen auch wenn das Orchester am Ende noch so viel Stimmung macht. Wir erinnern uns, das Medley ist fast 8 Minuten lang, das sind mindestens 7 Minuten zuviel denn die Befürchtung liegt nahe das spätestens nach 4 Minuten kaum mehr ein Gast im Konzertsaal weilt.

Nochmal zum Verständnis, dies ist keine Kritik am Arrangeur, die Titel sind toll arrangiert. Wolfgang Wössner hat mit Grönemeyer großartige Arbeit geleistet. Die Begleitung klingt stellenweise geradezu überirdisch, aber Grönemeyers begrenzter Tonumfang und das eigenartige und für ihn so typische Gestammel lassen sich von keinem der bekannten Blasinstrumente imitieren. Es ist auch nicht weiter verwunderlich das bisher nur ein Grönemeyer Medley für Blasorchester bekannt ist, was allerdings verwundert ist das es sowenige Arrangements von Mambo erhältlich sind.

Wer mit seinem Blasorchester unbedingt Grönemeyer spielen will sollte lieber auf "Zeit das sich was dreht"  zurückgreifen, das ist zwar auch nicht der Hit aber es hat wenigstens einen spielbaren Refrain. Alle anderen sollten mit Ihrer Zeit was sinnvolleres anfangen.


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