Deutschmeister Regimentsmarsch

Blasorchester Noten

Deutschmeister Regimentsmarsch Cover

Komponist: Wilhelm August Jurek
Grad: Mittelschwer
Spielzeit: 02:42 min
Preis: 38.00 €

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Die Hoch- und Deutschmeister waren in Österreich das ehemalige Infanterieregiment Nr. 4 , die dazugehörige Kapelle wurde im Jahr 1741 gegründet und existiert noch heute unter dem Namen  Musikkapelle Hoch- und Deutschmeister - k. u. k. Wiener Regimentskapelle IR4.

Hoch- und Deutschmeister ist seit 1530 der Titel für das Oberhaupt des Deutschen Ordens, der nach der Umwandlung des preußischen Ordensgebietes in einen weltlichen Staat auf das übrige Deutschland beschränkt blieb. Der jeweilige Hoch- u. Deutschmeister wurde seit dem 19. Jahrhundert von einem österreichischen Erzherzog gestellt.

Vertreter des Hochmeisters des Deutschen Ordens, dem alle Ordensprovinzen im Reich unterstanden (bis auf die 5 Balleien Etsch, Österreich, Böhmen, Koblenz und Elsass, die seit 1360 dem Hochmeister direkt unterstellt waren). Gegen Ende des 14. Jahrhunderts erhielt der Deutschmeister zu seinen 12 deutschen Balleien auch die Leitung über die restlichen Ordensprovinzen am Mittelmeer und nannte sich seitdem Meister in deutschen und welschen Landen.

Wilhelm August Jurek (geb. Wien, gest. 1934) schrieb 1893 den „Deutschmeister-Regimentsmarsch" für das Infanterieregiment „Hoch- und Deutschmeister", das zugleich das Wiener Hausregiment war.

Bis 1866 jedes Regiment seine eigene Musikkapelle, so war ab diesem Zeitpunkt die Infanterie die alleinige Trägerin der österreichischen Militärmusik. Neben den Paraden und anderen militärischen Ereignissen gestaltete die Militärmusik auch das öffentliche Konzertleben, vor allem durch Platzkonzerte in Parkanlagen, die für jedermann zugänglich waren, mit.

Deutschmeister (Teutschmeister)

Volkstüml. Name für das ehem. Wr. Hausregiment, das Infanterieregiment "Hoch- und Deutschmeister" Nr. 4 (eingeführt 1696), Egalisierung himmelblau (dunkelblauer Rock, blaue Hose - ab 1908 nur noch bei Paraden). Regimentsinhaber (zuletzt nur noch Ehrentitel) war der jeweilige Hoch- und Deutschmeister. Traditionstruppenkörper im Bundesheer der 1. und der 2. Republik (dzt. Jägerregiment 2). Traditionstag 18. 6. 1757 (Schlacht bei Kolin). In der dt. Wehrmacht trug die 44. Infanterie-Division den Namen "Hoch- und D." (in Stalingrad vernichtet, dann wieder neu aufgestellt). Bekannt ist heute noch die D.-Musikkapelle und der 1893 von W. A. Jurek komponierte D.-Regimentsmarsch. D.-Denkmäler an verschiedenen Orten, u. a. von A. Weber und J. Benk neben der Roßauer Kaserne in Wien.

Der Deutschmeister Regimentsmarsch wird oft auch als Hoch- und Deutschmeister bezeichnet, was aber völlig falsch ist. Während der Hoch- und Deutschmeister Marsch von Dominik Ertl eher dem Oberhaupt des Deutschen Ordens gewidmet war, bezog sich der Deutschmeister Regimentsmarsch von Wilhelm August Jurek auf das Infanterieregiment "Hoch- und Deutschmeister" Nr. 4, das Zugleich das Wiener Hausregiment war. W. A. Jurek diente selbst 3 Jahre bei den Deutschmeistern. Besonders charakteristisch sind die Trompetensignale in der Wiederholung des letzten Teils, der auch das Publikum gerne zum mitsingen animiert. Der Text zum sogenannten Refrain lautet:

Mir san vom k und k Infantrie-Regiment
Hoch und Deutschmeister Numm’ro vier!

Der gesamte Text vom Deutschmeister Regimentsmarsch

Mir san vom vierten Regiment, gebor’n san mir in Wean!
Wir hab’n unser liab’s Vaterland und unsern Kaiser gern!
Und fangens wo mit Österreich zum Kriegführ’n amal an,
So haut a jeder von uns drein, so viel er dreinhaun kann.
Die Schlacht, zum Beispiel bei Kolin, wie’s jeder wissen thuat,
Beweist doch gleich, was all’s im Stand is’s Weanabluat.
Und so wie’s die vor uns hab’n g’macht, so kämpfen wir auch heut’
Und geb’n ’n letzten Tropfen Bluat für’s Vaterland voll Freud!

Refrain
|: Mir san vom k und k Infantrie-Regiment
Hoch und Deutschmeister Numm’ro vier! :|

2. Im Frieden jetzt da geht’s uns gut, san immer voll Hamur
Und müss’ mir a im Sommer oft sehr zeitlich in der Fruh
Von unsern Strohsack h’runter steig’n, das kann uns nix genier’n,
Denn kaum, dass mir recht munter san, schon unser’n „Schwarzen“ krieg’n.
Is a der Übungsmarsch sehr gross, fühl’n mir ka Müdigkeit,
Weil stets bei unser’n Regiment is da zum Zeitvertreib
A Mann in jeden Zug ganz g’wiss, der in der „unter’n“ Lad
Zum Lachen und zum Weinen oft a Menge G’spass d’rinn hat.
Refrain

3. Und an an Sonntag Nachmittag in der Extra-Montur,
Im Sack unser’n Erlaubnisschein bis sieb’ne in der Fruah,
Im Arm a Maderl, wie a Fee, so lieb und wunderschön,
So können s’uns von Numm’ro vier beim Heurig’n draussen seh’n!
Doch wenn wir amal älter san und unser’n Abschied hab’n,
So sag’n wir jedem voller Stolz, wir war’n bei d’Edelknab’n,
Hab’n treu und brav in Kaisers Rock gedient für’s Vaterland
Und hab’n dem vierten Regiment gar niemals g’macht a Schand!
Refrain


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