Klostermann macht dritten Platz beim Vorentscheid
Vom Egerland nach Oberkrain

Michael Klostermann und seine Musikanten"Michael Klostermann und seine Musikanten" und die "Jungen Original Oberkrainer" vertreten Deutschland beim Finale des Grand Prix der Volksmusik in Zürich. Jaja, sie singen und sie sind nicht gerade jedermanns Sache aber irgendwie kann man Sie dann ja doch nicht im Stich lassen wenn Sie sich schon Interpreten wie "Die Klostertaler" oder die "Die 4 Holterbuam & Die Mayrhofner" entgegenstellen. So richtig schlecht ist der Titel auch gar nicht wenn irgendjemand mal das nervige Akkordeon abstellen würde, und die Sänger zufällig noch in den Stimmbruch kommen sollten.

Klostermann und die Jungen Oberkrainer verbinden Slavko Avsenik und Ernst Mosch und landen damit beim Deutschen vorentscheid auf Platz 3. Doch wer sind die anderen Vertreter aus Deutschland? 

Zum einen hätten wir da auf Platz 1 "Captain Cook und seine swingenden Saxophone". Captain Cook denkt gern an seine Mutter und beweist mal wieder Eindrucksvoll das Saxophone so schmalzig klingen können das ich mir jetzt neue Lautsprecher für meinen PC kaufen gehe.

Platz 2 belegen "Die Schäfer" (Määäh) in der Volksmusik sind Sie anscheinend eine feste Größe. Sie sind quasi der Inbegriff der Hoffnung denn mit Titeln wie "Laß deine Träume niemals sterben", "Alles ist möglich" oder "Leb' Deinen Traum" haben Sie in der Vergangenheit schon positiven Überoptimismus propagiert und setzen mit ihrem neuen Erfolgstitel "Glaube ist .." noch einen drauf. Mit diesem musikalischen Hoffnungsvervielfältiger kann bei der EM ja nicht mehr viel schief gehen. Immer Positiv denken.

Hinter Klostermann landeten die "Dorfrocker" mit ihrem originellen Titel "Und ab geht die Lutzzzi". Das originelle daran sind übrigens die drei "Z's" im Titel. Nun gut, man muss zugeben dass dieser Song ab ca. 15 Bier einen garantierten Unterhaltungswert hat, weswegen er bestimmt auf diversen Festzeltaktivitäten gerne gehört werden würde, frei nach dem Motto "das Leben ist kein Schlafabteil, jetzt stehn alle auf".

Die jeweils vier Teilnehmer aus Südtirol, Österreich und der Schweiz plätschern genauso verträumt dahin wie die deutschen Teilnehmer, einzige Ausnahme ist vielleicht der "Stodertaler Gaudi Express" die mit der punkig angehauchten Nummer "Volksmusik muss sein" die Bühne rocken wollen. Am Ende werden aber mit Sicherheit die "Klostertaler" gewinnen, die mal wieder alle Register des "Herz, Schmerz, Heimweh nach den Bergen" Themas ziehen und somit alle Klischees der Volksmusik bestens erfüllen und dies mit einem bombastischen Sound untermalen. Achja, und einen Jodelbonus bekommen Sie auch noch.

Warten wir mehr oder weniger gespannt auf den 30.08.2008 und wenn schon irgendjemand für irgendwen anrufen möchte, dann ruft wenigstens für Michael Klostermann an.

 


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