Dizzy Gillespie als Doodle bei Google
Google ehrt den berühmten Jazztrompeter anlässlich seines 93. Geburtstages

Dizzy Gillespie DoodleDas Logo von Google wird auch Doodle genannt, an besonderen Tagen hat das Doodle oft ein ganz anderes Aussehen. Damit würdigt und ehrt Google z.B. besondere Personen aus allen Lebensbereichen. Heute ehrt das Google Doodle den Jazztrompeter Dizzy Gillespie. Der Ausnahmetrompeter machte vor allem den nach oben geknickten Schalltrichter berühmt und blies beim Spielen immer seine Backen übermäßig stark auf, für dieses Phänomen wurde von Medizinern sogar der Fachbegriff "Gillespie pouch" geschaffen. John Birks Gillespie, so sein bürgerlicher Name, war neben Thelonious Monk und dem nicht minder berühmten Saxophonisten Charlie Parker einer der Wegbereiter des Bebops.

Gillespie spielte schon mit 4 Jahren Klavier und ging seine ersten Bläserschritte auf der Zugposaune die er später gegen die Trompete eintauschte. Nach einigen Engagements in verschiedenen Big Bands spielte er ab 1939 unter namhaften Bandleadern wie Cab Calloway, Earl Hines und Duke Ellington. 1944 spielte er unter Billy Eckstine in der ersten Band die den Bebop Stil pflegte. Seine größten Erfolge feierte er als Bandleader und Komponist in den 40er und 50er Jahren. Kompositionen wie "A Night in Tunisia" machten Ihn unsterblich.

Dizzy Gillespie hat auch großen Sinn für Humor, eines seiner Zitate lautet:

"Jeden Morgen nehm' ich die Zeitung und seh' die Todesanzeigen durch. Wenn mein Name da nicht steht, mach' ich einfach so weiter wie bisher"

Außerdem kandidierte er 1964 als Präsident der USA und zwar mit dem Wahlspruch "Ich kandidiere als Präsident, weil wir einen brauchen". Trotz dieses eingängigen Slogans war die Kandidatur nicht erfolgreich, am meisten ärgerte sich darüber bestimmt der Schlagzeuger Max Roach dem dadurch die Chance, verteidigungsminister zu werden, genommen wurde. Weitere Musiker wie Duke Ellington oder Louis Armstrong sollten in seiner Regierung wichtige Rollen bekommen und auch vor der Umbenennung des Weißen Hauses in "Blues House" schreckte er nicht zurück.

Diese Informationen und weitere Anekdoten findet man in der Autobiograhpie von Dizzy Gillespie "To be or not to Bop". Einen Ausschnitt aus diesem Buch liest Felix Falk auf Youtube. In dem Abschnitt geht es um die bereits erwähnte Präsidentschaftskandidatur und gibt einen kleinen Überblick über das hurmorvoll geschriebene Buch.


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