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7. Tag - So viel Bier und so wenig Zeit

Heute ist nun die Veranstaltung die der eigentliche Auslöser unserer Einladung war, der German-American-Day. Ich sollte die Gelegenheit nutzen um mal etwas über die German-American Society of Tulsa (GAST) zu erzählen. Die GAST ist eine Vereinigung zur Pflege der deutsch-amerikanischen Beziehungen, sowie der deutschen Kultur in Amerika. Sie organisieren Kaffeenachmittage, Konzerte, sie haben für die Frauenkirche gesammelt und stehen jedermann mit Rat und Tat zur Seite der irgendwie Interesse an Deutschland hat. Der größte Anteil des jährlichen Etats bekommt der Verein durch die Vermietung des vereinseigenen Gebäudes (GAST-Center), der Rest wird durch Verkaufsstände auf Oktoberfesten und ähnliches aufgetrieben. Das Gast-Center ist eine ehemalige Kirche mit einem großen Saal inkl. Bühne, einem Party-Keller mit Tanzfläche und einigen Nebenräumen in denen unter anderem auch ein wöchentlicher Stammtisch abgehalten wird. Im Kühlschrank gibt es übrigens meistens auch ein paar deutsche Biersorten, die nach unserem ersten Besuch aber schnell verbraucht waren. Die GAST hat auch eine Internetseite, auf der es viel Informationen zum Verein gibt. Witzig ist zum Beispiel die Seite mit den Rezepten auf der man so tolle deutsche Rezepte wie den 'Mighty Max' entdecken kann. Leider ist alles in englisch, aber ich denke der 'Mighty Max' ist es Wert mal Ansatzweise übersetzt zu werden, da doch einige lustige Sachen in Punkto deutscher Esskultur darin enthalten sind, vor allem welche Sachen für die Amerikaner so ungewöhnlich erscheinen. Das Original findet ihr bei GAST-Internet unter der Rubrik 'Recipes'.

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6. Tag - Die spinnen die Reichen

Wo zur Hölle liegt Ponca City??? - Ganz einfach, nehmen Sie eine Landkarte der USA und platzieren Sie Ihren Finger ungefähr in der geografischen Mitte des Landes und wenn Sie alles richtig gemacht haben, müsste ihr Finger genau über Ponca City liegen, vielleicht auch etwas nördlich. Hier befinden sich gleich mehrere Sehenswürdigkeiten wie z.B. der 'Standing Bear Memorial Park' in dem sich die 6 Indianerstämme ein Denkmal gesetzt haben, den Kaw Lake oder die 'Pioneer Woman Memorial Statue' mit zugehörigem Museum die E. W. Marland als Huldigung für die Siedler-Frauen errichten liess. Marland, dem man nachsagt er hätte den Luxus gelebt, zeichnet sich auch für eine weitere Attraktion verantwortlich, die 'Marland Mansion' eine riesige Villa nach italienischem Vorbild die vor Luxus nur so strotzt, doch dazu später mehr. Marland stiftete der Stadt auch ein Krankenhaus und mehrere Park-Anlagen. Das witzige an dem Typen ist die Tatsache das er nach dem Tot seiner Frau seine Nichte bzw. Tochter ehelichte. Lydie war nämlich seine angeheiratete Nichte die er dann als Tochter adoptierte und 1928 zur Ehefrau nahm. Tja, viel Geld kann auch mal blöd im Kopf machen. Im gleichen Jahr wurde seine Villa fertig gestellt und er verlor seine Firma bei einer feindlichen Übernahme an Morgan & Co. Aus der Traum. Nach kurzer Zeit in der Politik suchte er dann nochmal sein Glück im Öl-Geschäft, fand es dann aber doch nicht, sodaß er 1941 seine teure Villa (5,5 Million US Dollar Baukosten) für sage und schreibe 66.000 USD verkaufen musste (wer die Badezimmer gesehen hat weiss auch warum). Das ganze schien ihm so zu Herzen zu gehen, das dieses 6 Monate darauf seinen Dienst verweigerte. Marland wurde (wenn ich micht nicht irre) 67 Jahre alt, in seinem Leben ist er durch das Öl dreimal Millionär geworden und dreimal wieder verarmt, und ohne jeden Pfennig hat er dann auch das zeitliche gesegnet. Das Haus gehörte nun den Carmelite Fathers, die es dann für 50.000 USD den 'Sisters of St. Felix' überliessen. Die Damen erwiesen sich als bessere Geschäftsleute als ihre Vorgänger und verhökerten die Butze 1975 an die Stadt Ponca City für 1,4 Millionen USD und setzten sich nach New Mexico ab. Die Firma Conoco (Nachfolgefirma der Marland Oil Company) steuerte die Hälfte der Kosten dazu, so dass auch heute noch Scharen von Besuchern die Hütte besichtigen können.

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5. Tag - Das Huhn aus dem Meer

Jaja, ich weiss es hat lange gedauert, aber in letzter Zeit war ziemlich viel zu tun und so kommt es halt mal zu Stande das sich so ein Bericht auch mal verzögert. Ich gelobe aber Besserung und werde versuchen den nächsten Bericht so schnell wie möglich nachzuliefern, damit wir dann wieder in der Zeit liegen.

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4. Tag - Hexenjagd

Damen mit einer Haarfarbe die hier nicht weiter erwähnt werden soll, wurden bis ins 18. Jahrhundert hinein als Hexen verfolgt und in manchen Fällen auch verbrannt. Nun hatten wir heute das zweifelhafte Vergnügen eine Dame kennen zulernen die dieser Beschreibung ziemlich genau entsprach, doch alles begann damit das wir uns aufmachten um den Woolaroc Naturpark mit angeschlossenem Indianer-Museum zu besichtigen. Der Park wurde von einem ehemaligen Friseur, der durch Öl zu viel Geld gekommen ist, gegründet und aufgebaut. Erster Anlaufpunkt für uns war das 'Trader Camp' in dem eine Menge Teepees und andere Zelte aufgebaut waren. Hier nisten sich regelmäßig Leute ein die hier quasi eine Art Urlaub machen und so leben wie die Trapper zur Pionierzeit. Wir testeten unsere Treffsicherheit beim schießen mit einem alten Gewehr das mit Schwarzpulver und Stahlkugel geladen wurde oder beim Axtwerfen auf einen Stapel Holzscheite und sie hatten ein zahmes Reh welches sich natürlich bei den weiblichen Gästen besonderer Beliebtheit erfreute. Nach mehreren Versuchen von Schnurzel, Maren dazu zu übereden das Reh doch bitte genau vor seine Flinte zu scheuchen, suchten wir noch einen alten Indianer der uns vielleicht helfen könnte die frisch verliebten Kai und Birthe zu vermälen, der hat sich aber leider nicht blicken lassen, so das die Hochzeitsfeier noch auf sich warten lassen musste, und da Maren sich strickt weigerte das Reh aufzuscheuchen hatten wir auch noch keinen Hochzeitsbraten. Dafür fanden wir einen großen sehr kräftig aussehenden Mann der mit einem Hammer ein Stück glühendes Metall bearbeitete, leider konnte ich nicht sehen was aus dem glühenden Metall geworden ist, denn wir haben den Saloon entdeckt, dessen Barkeeper uns mit eiskalten Getränken versorgte. Bier durfte er nicht verkaufen darum hat er es uns geschenkt, woraufhin wir ihm dann ein paar Dollar geschenkt haben, beim Whiskey lies er sich aber nicht erweichen. Das Gelage im Saloon dauerte eine ganze Zeit an und sorgte dafür das wir uns etwas später als geplant auf den Weg zum Haupthaus machen konnten, was die oben genannte Dame, mit der nicht erwähnenswerten Haarfarbe, schon recht mißmutig stimmte.

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3. Tag - Topfglück-Ausflug mit Mahlzeit im Freien

Heute sollten wir also unser erstes Konzert auf amerikanischen Boden geben, genauer gesagt am Tulsa Community College. Ab 10.00 Uhr trudelten dann auch schon die ersten Musiker am Southeast Campus ein. Kai hatte noch eine merkwürdige Begegnung, bei der sich ein ca. 20 Jahre junger Mann auf ihn zubewegte und sagte: "Dich kenne ich". Wie sich später herausstellte war er letztes Jahr auf dem Sülzer Schützenfest was natürlich für einiges an Gesprächsstoff sorgte. Nach einigem hin und her fanden wir dann auch einen schönen schattigen Platz direkt an der Teichterasse wo wir unsere Instrumente aufbauten. Das große Rätsel um das Schlagzeug war nun auch gelüftet, denn Mike Stoops brachte uns ein bunt gemischtes Drum-Set mit welches Christian durch ein paar kleine Veränderungen nahtlos in unser musikalisches Gesamtbild einfügte. Wir merkten schnell das der Ansatz in Amerika wesentlich besser ist als in Deutschland und das gänzlich ohne die Zuführung von hopfenhaltigen rauschfördernden Gerstensaftgetränken. Naja, es gab Root-Beer (Wurzel-Bier) das ist allerdings überhaupt nicht hopfenhaltig und schon gar nicht rauschfördernd und schmeckt auch nicht so als ob es irgendeine positive Wirkung auf unseren Ansatz haben könnte. Wir hielten uns tapfer an die sonst in Amerika üblichen Erfrischungsgetränke und gaben ein recht hörenswertes Konzert zum Besten. Das Publikum war auch begeistert, auch wenn es sich noch in den umliegenden Klassenräumen befand, und so spielten wir anstatt der geplanten 45 min. ca. 1 1/2 Stunden und erlaubten uns zwischendurch eine kleine Pause um Siggi mit neuem Root-Beer zu versorgen, der war nämlich einer der wenigen die dieses Zeug mochten (schade das Spike nicht dabei war, der hätte es wahrscheinlich geliebt). So kam es dann auch das wir nach einem kurzen Geburtstagsständchen für die liebe Gwendolyn Bieber pünktlich zum Eintreffen der Mittags-Pizza (natürlich von Mazzios) fertig waren, es gab verschiedene Sorten Pizza und eiskalte Getränke natürlich mit Eiswürfeln satt. Unser nächstes Treffen war gegen 18.00 Uhr zum Potluck-Picnic und so gingen wir dann nach und nach auseinander. Die einen hatten eine Verabredung mit der hiesigen Feuerwehr für andere war Shopping angesagt, und die 'Four Crazy Horses' schnappten sich Ele und fuhren mit ihrer 'Mum' nach Stillwater um sich die 'Oklahoma State University' und natürlich 'Eskimo Joe's' anzuschauen.

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2. Tag - Von fahrenden Kühlschränken und unbenutzten Gehwegen

Woran erkennt man das man sich in Amerika befindet? Zum Beispiel an dem unendlich tiefen Rasen in denen der Fuß bis zum Knöchel verschwindet der aber trotzdem wie frisch gemäht aussieht. An den Teppichen die dem Rasen in punkto Tiefe in nichts nachstehen und sich sogar über die gesamten Badezimmer ausweiten, oder an den riesigen Autos die mit einer Kühlschrank ähnlichen Innentemperatur über die Turnpikes cruisen. Es gibt noch mehrere solcher Indizien nehmen wir doch nur einmal die Fußwege. Die einzelnen Nachbarschafts-Gemeinschaften - mit solch klangvollen Namen wie Forest Ridge, Eagles Nest, Apple Creek, Indian Springs oder Kenwood Hills - sind mit einmaligen Fußwegen ausgestattet. Der Fußweg ist, anders als in Deutschland, von der Straße durch einen ca. 1 Meter breiten Grünstreifen getrennt, dann kommt der eigentliche Fußweg an dem sich dann das Grün der einzelnen Grundstücke anschließt. Eigentlich ist sowas ja ein Paradies für Spaziergänger, Fahrradfahrer, Rollratten oder Leute die einfach nur den Hund Gassi führen wollen. Das dumme ist nur - niemand nutzt diese Fußwege. Kein A.... geht dort zu Fuß, warum auch? Erstens gibt es im Umkreis von 1 Meile meistens keinerlei Infrastruktur; Zweitens sind die Fußwege nicht so schön klimatisiert wie die Autos und drittens fährt man sowieso lieber mit dem Auto. Man sagt ja immer das Auto wäre des Deutschen liebstes Kind, aber die Amerikaner sind ohne ihren fahrbaren Untersatz völlig aufgeschmissen. Es ist kein Wunder das man den amerikanischen Jugendlichen unter 16 Jahren immer nachsagt sie würden nur vor der Glotze hängen oder Computerspiele spielen; was sollen sie denn auch anderes tun? Auto fahren dürfen Sie nicht, und zu Fuß kann man nichts als die schönen Häuser der Nachbarschaft begutachten. Der größte Segen für die Kids ist die ganztägige Schule, wie gut das mein Weg zum Supermarkt nur 300m beträgt.

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1. Tag - No sleep 'til Tulsa

Nun soll es also tatsächlich losgehen, seit geraumer Zeit fiberten wir diesem Tag entgegen. 'Wir fliegen nach Amerika' genauer gesagt nach Tulsa in Oklahoma. Pünktlich um 5.30 Uhr trafen wir uns am Übungsraum und checkten noch mal unser Gepäck und überzeugten uns vom Ordnungsgemäßen Zustand der Instrumenteverpackung. Unser Programm hatten wir ausgiebig in der Vorwoche geprobt sodaß auch im musikalischen Bereich nichts anbrennen konnte. Wider Erwarten hatten auch tatsächlich alle Ihren Reisepass mit und wir konnten unsere Reise planmäßig antreten. Gepäck, Bier und Orchester waren schnell im Bus verstaut und es ging los in Richtung Düsseldorf. Die Busreise verlief relativ problemlos, einzig ein Engpass in der Gerstensaftlieferung und der Umstand das Düsseldorf anscheinend erst 5 Kilometer vorm Flughafen auf einem Strassenschild erscheint, erschwerte die Reise.

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50 Jahre Spielmannszug Eversen

Wenn der Spielmannszug Eversen sein 50jähriges bestehen feiert, darf das Blasorchester Salinia natürlich nicht fehlen. Umso besser das wir sogar engagiert wurden um den Tag mit Musik zu untermalen.

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Dorffest in Unterlüss

Unterlüss ist immer bekannt für ein dankbares Publikum, kalte Getränke und eine kaputte Tuba. Diesmal hat die Tuba gehalten aber sonst blieb alles beim alten.

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Konzert in Spechtshorn

Spechtshorn liegt hinter uns, Oklahoma ist schon in Sicht, hier nochmal für alle die Gelegenheit das Vergangene Revue passieren zu lassen. Viel Spaß!

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